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Papageien-Käfig

Papageien-Käfig kaufen.

 

Papageien-Käfig, was muss man beachten.

 

Einen Papageien-Käfig kaufen sollte sich nicht allzu schwierig gestalten. Wenn man als erstes darauf achtet, dass dieser von der Größe auch zu der Papageienart passt.

Ein Papageien-Käfig in dem sich der Vogel nicht mal die Flügel ausstrecken kann erweist sich als fataler Fehleinkauf.

 

Mindestanforderungen an die Papageienhaltung

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat im Januar 1995 durch ein Gutachten die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien definiert.

Hier eine kurze Zusammenfassung der geforderten Punkte:

    • Papageien dürfen weder angekettet noch auf einem Bügel sitzend gehalten werden.
    • Papageien, die nicht fliegen können, benötigen eine ihrer Größe entsprechende Grundfläche und zahlreiche Klettermöglichkeiten. Ihr Schutzraum muss für sie jederzeit erreichbar sein.
    • Die Maße für Papageien-Käfige oder Volieren werden für die paarweise Unterbringung angegeben und dürfen auch bei begründeter Einzelhaltung nicht verkleinert werden.
    • Sittiche und kleine Papageien:Maße des Käfigs/der Voliere Länge x Breite x Höhe
    •                                   bis 25 cm ———————————————-1,0 x 0,5 x 0,5 Meter
    •                                   über 25 cm – 40 cm ——————————–2,0 x 1,0 x 1,0 Meter
    •                                   über 40 cm ——————————————–3,0 x 1,5 x 2,0 Meter
    • Aras:Gesamtlänge der Vögel —–Maße des Käfigs/der Voliere Länge x Breite x Höhe
    • bis 40 cm —————————————————————————2,0 x 1,0 x 1,5 Meter
    • über 40 cm – 60 cm ————————————————————–3,0 x 1,0 x 2,0 Meter
    • über 60 cm ————————————————————————-4,0 x 2,0 x 2,0 Meter

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Maßen nur um die minimalsten Anforderungen handelt. Wenn Sie Ihren Papageien etwas gutes tun möchten so geben Sie ihnen auch im Käfig soviel Platz, dass sie wirklich fliegen können.

    • Die Käfige müssen in mindestens 80 cm Höhe aufgestellt werden.

Weitere wichtige Anforderungen

 

  • Außenvolieren müssen mit einem Schutzraum ausgestattet sein, der jederzeit von den Vögeln aufgesucht werden kann. Futter- und Wasserstellen sind im Winter im Schutzraum anzubringen.
  • Futter und Wasser sind täglich zu wechseln und die Gefäße sind jedes Mal zu reinigen.
  • Die Böden und die entsprechende Einstreu des Papageien-Käfig sollen einmal wöchentlich gereinigt werden. Die Ausstattung darf keine Verletzungsmöglichkeiten bieten und muss mindestens zwei Sitzstangen aus Holz in unterschiedlicher Stärke enthalten, deren Montage möglichst lange Flugstrecken ermöglicht.
  • Eine Bademöglichkeit sollte möglichst ständig gegeben sein. Wollen Vögel nicht baden, sollte man sie bei geeignetem Wetter mindestens einmal wöchentlich mit Wasser besprühen.
  • In Räumen muss auf genügend Tageslicht geachtet werden oder mit entsprechender Beleuchtung hergestellt werden, sodass ein 12 stündiger Tag-Nacht-Rhythmus gewährleistet ist.
  • Während der Fortpflanzungszeit müssen wesentlich mehr Nistkästen aufgehängt werden als sich Paare im Gehege befinden, um Streitigkeiten zu minimieren.
  • Besondere Aufmerksamkeit ist auf abwechslungsreiches, geeignetes Futter zu legen.
  • Bei Krankheitsverdacht oder Verletzungen ist ein Tierarzt aufzusuchen.

Was Sie sich vor dem Kauf überlegen sollten

 

Papageien und Sittiche zählen immer noch zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland, doch nur wenige Halter haben sich vor dem Kauf über die Bedürfnisse dieser Vögel informiert. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ein Großteil der Tiere krank oder verhaltensauffällig ist.

Schaut man sich den natürlichen Lebensraum von Papageien an und hält man sich an die Empfehlungen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus dem Jahre 1995, dann schafft man schon gute Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung und gesunde und zufriedene Mitbewohner.

Der Papagei im natürlichen Lebensraum

 

Papageien gehören zur Klasse der Vögel und umfassen etwa 350 Arten. Sie werden in vier große Gruppen unterteilt: Amazonen, Aras, Kakadus und Graupapageien. Papageien sind vorwiegend in den Tropen und Subtropen der Kontinente Afrika, Australien, Asien und Amerika beheimatet, es gibt aber auch Arten, die trockenere Hochebenen in Flussnähe bevorzugen oder in höheren Gebirgen wohnen. Der Papagei ernährt sich hauptsächlich von pflanzlicher Kost wie Früchten, Samen, Blättern, Baumrinde, Blüten oder Wurzeln, aber auch von tierischer Nahrung wie Insekten oder Larven. Der Großteil der Vögel brütet in Baum- oder Erdhöhlen.

Papageien sind sehr soziale Tiere und leben außerhalb der Brutzeiten in kleinen, mittleren oder auch großen Schwärmen.

Alle Papageienarten haben folgende gemeinsame Merkmale:

 

° den Kletterfuß mit zwei nach hinten und zwei nach vorne zeigenden Zehen, wovon die äußeren noch verlängert sind und einen besonders guten Griff ermöglichen.

° den Schnabel mit dem sie knabbern, halten, aufschneiden oder knacken können und der auch beim Klettern als dritte Hand eingesetzt wird.

° das Gefieder, das aus viel weniger, aber dafür kräftigeren, Federn besteht als bei anderen Vogelarten.

Was Sie vor allen anderen Dingen bedenken sollten, ist, dass ein Papagei eine durchschnittliche Lebenserwartung von 50 Jahren hat und Sie somit Ihr ganzes Leben begleiten wird. Möchten Sie das und haben Sie gegebenenfalls jemanden, der die Vögel übernehmen würde? Nicht selten müssen Papageien nach dem Tod ihres Besitzers von Tierschutzorganisationen übernommen werden, weil sie in der Familie oder im Bekanntenkreis nicht gewollt werden. Erst wenn Sie entschieden haben, dass Sie Ihr ganzes Leben mit den Papageien teilen wollen und über Ihren Tod hinaus für deren Wohlergehen garantieren können, sollten Sie sich mit den weiteren Fragen beschäftigen.

 

Weitere Fragen

 

  • Ist meine Wohnung Papageien gerecht? Besitze ich giftige Zierpflanzen? Kann ich in der Wohnung einen Freiflug ermöglichen ohne Verletzungsrisiko?
  • Habe ich genug Zeit für die Haltung von Papageien? Die Tiere brauchen einen Menschen, der sich Tag für Tag mit ihnen beschäftigt.
  • Kann ich mir auch zwei Papageien leisten? Kann ich die Tierarzt- und Futterkosten gewährleisten? Papageien sind Schwarmvögel, deshalb sollten Sie niemals nur einen Papageien halten, das wäre nicht artgerecht. Der Mensch kann den tierischen Partner nicht ersetzen und die Vögel werden auch zahm, wenn sie als Paar oder in einem kleinen Schwarm gehalten werden.
  • Habe ich genug Platz für eine Voliere, die groß genug für mindestens zwei Vögel ist? Ein Käfig ist nicht ausreichend. Ihre Vögel wollen sich bewegen, die Flügel spreizen können und auch mal hin und her flattern. Der tägliche Freiflug ist deshalb ebenfalls ein absolutes Muss.
  • Wer versorgt die Vögel, wenn ich im Urlaub bin? Frisches Wasser und Futter müssen jeden Tag gegeben werden. Kennt sich die Urlaubsvertretung mit Papageien aus? Ist sie auch im Umgang mit ihnen geschult? Es könnte ein Tierarztbesuch notwendig werden und dazu muss das Tier in eine Transportbox gesetzt werden.
  • Was werden meine Nachbarn sagen, wenn meine Haustiere sich lautstark zu Wort melden? Papageien halten sich nicht an die Mittags- Abends- oder Sonntagsruhe, wenn sie etwas zu sagen haben!

Wenn man all diese Gedanken geprüft hat und zu einem positiven Entschluss kommt, muss man sich noch über die spezifischen Bedürfnisse der ausgewählten Papageienart informieren. Hilfreich kann dabei eine Kontaktaufnahme mit einem örtlichen Papageienschutzverein sein. Dort erhält man Hilfe von erfahrenen Fachkräften und dann steht dem Einzug der neuen Mitbewohner nichts mehr im Wege.